Aus den rund 15 Spielfilmen des Pornfilmfestival-Programms nimmt eine Auswahl am internationalen Wettbewerb um den besten Spielfilm teil. Eine dreiköpfige Jury vergibt den Preis, der mit 500 € dotiert ist.
Emre Busse, Berlin
Emre Busse lebt und arbeitet in Berlin. Seine Film- und Forschungspraxis basiert auf der Philosophie zeitgenössischer Sexualitäten und transkultureller Pornografiestudien. Er schloss 2015 seinen Master an der Fakultät Bildende Kunst der Bauhaus-Universität Weimar ab. Im März 2017 ko-kuratierte er die Ausstellung „soft ğ – queer forms migrate“ im Schwulen Museum* Berlin. Er hat auch als Filmemacher und künstlerischer Berater von Pornceptual in Berlin gearbeitet, deren konzeptioneller Rahmen von sex-positiven Interventionen in das queere Nachtleben Berlins geprägt ist. Seine jüngste Arbeit, die Godasses-Trilogie, lief auf internationalen Filmfestivals, darunter San Francisco Porn Film Festival, Fringe! Queer Film & Arts Festival London, Post-Porn Film Festival Warschau. Er ist Mitglied des Masculinity, Sex, and Popular Culture Network, eines vom Arts and Humanities Research Council (AHRC) finanzierten Forschungsnetzwerks in Großbritannien. Zurzeit arbeitet Emre Busse an seiner Doktorarbeit über schwul-ethnische Pornografie im postkolonialen Europa an der Freien Universität Berlin, für die er ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung erhalten hat.
Renata Ferraz, Lissabon
Renata Ferraz ist eine portugiesisch-brasilianische Regisseurin, Filmwissenschaftlerin und Künstlerin. Nachdem sie zwei Jahrzehnte als Theaterschauspielerin gearbeitet hatte, ließ sie sich von Multimedia-Kunst, Kino und Queer Studies verführen. Sie bewegt sich zwischen den Welten und konzentriert sich heute auf ihre Forschung im Bereich einer gemeinsamen Filmproduktion am Labcom (UBI) und auf die Produktion von Filmen mit nicht-binären Menschen, sowie cis und trans Frauen. Während sie das Drehbuch für ihren nächsten Film entwickelt, präsentiert sie ihren ersten Langfilm, „Rua dos Anjos (Rising Sun Blues)“ (Preisträger Ann Arbor Film Festival; Nominiert durch Jugendjury, Sheffield DocFest).
Nicola Rios, Barcelona
Nicola Rios (er/ihm) ist ein unabhängiger Kurator, Filmprogrammer, Genderwissenschaftler und promiskuitiver Forscher aus Chile. In den letzten 10 Jahren hat er sich im Namen verschiedener Institutionen und Organisationen für kritische Sexualerziehung und erotische Gerechtigkeit eingesetzt. Von 2011 bis 2015 war er Kurator der Postporn-Sektion des Cine//B Independent Film Festivals. Er ist der Gründer und Programmleiter von Excéntrico, einer jährlichen Veranstaltung rund um kritische Pornografien, die seit 2019 in Valparaíso und Santiago de Chile stattfindet. Als Gastkurator hat er internationale Veranstaltungen wie „Ciclo Hasta las Tetas“ (Barcelona/Buenos Aires), „Festival internacional de Artes Eróticas“ (Bogotá/Medellín), „Satyrs and Maenads: the Athens Porn Film Festival“ und das „Post Pxrn Film Festival Warsaw“ unterstützt. Derzeit leitet er an der Universität Barcelona ein Promotions-Forschungsprojekt über die pädagogische Nutzung von Pornografie in chilenischen Schulen.
















